EMS-Training - was ist das?

 

 

Dem Körper Strom zuführen? Ist das nicht gefährlich?

 

 
 

In dieser Form - nein.

 

 

EMS steht für Elektro-Muskuläre-Stimulation oder auch Elektro-Myo-Stimulation. Bei herkömmlichem Training und auch im Alltag werden Muskeln durch elektrische Impulse vom Gehirn angesteuert. Eine sogenannte Bioelektronik wird vom Gehirn ausgesendet und zu unseren Muskeln geschickt. Bei EMS-Training werden die Muskeln zusätzlich durch elektrische Impulse von außen stimuliert. Der Muskel selbst kann nicht unterscheiden, ob es sich um einen Input vom Gehirn oder von außen handelt. Von diesem von außen zugeführten Reizstrom wird nur die quergestreifte Muskulatur (Skelettmuskulatur) angesteuert. Davon sind weder das Herz, noch andere Organe betroffen.

 

Elektronische Impulse werden also auch von unserem Gehirn ausgesendet und sind in richtiger Anwendung, auch von außen zugeführt, nicht schädlich für den Körper.

 

Warum EMS-Training?

Durch EMS-Training können mehr Muskelfasern erreicht werden, als bei herkömmlichem Training. Selbst trainierte Personen, können nur bis zu 80% ihrer Muskelfasern während dem Training ansprechen. Durch EMS können 90% der Muskelfasern erreicht werden und das selbst bei untrainierten Personen. Ein weiterer Vorteil, der damit zusammenhängt ist, dass die Tiefenmuskulatur ebenfalls vom Reizstrom erreicht und somit trainiert wird. Wichtig sind hier besonders die Rücken- und Beckenbodenmuskulatur, welche bei zu geringer Stabilität schnell zu Problemen führen kann, denn sie stabilisiert die Wirbelsäule und alle Organe im Bauchraum.  

 

Muskeln werden somit durch EMS-Training intensiver und auch umfangreicher angesprochen und trainiert als bei konventionellem Training.

 

 

 

Reizstrom als Therapie-, Regenerations- und Muskelaufbauform gibt es schon einige Jahrzehnte. Neu ist, dass Reizstrom in Form von EMS-Training nun auch seit einigen Jahren im Breitensport, als Ganzkörpertraining angeboten wird.

 

 

 Auch unter Profisportlern wird mit Reizstrom im Trainingsplan gearbeitet. Beispiele dafür:

 

  • Vitali und Wladimir Klitschko
  • Usain Bolt
  • Skispringnationalmannschaft

uvm.

 

 

 

Vorteile von EMS-Training gegenüber herkömmlichen Krafttraining?

 

Als erster Punkt kann hier definitiv der Zeitfaktor genannt werden. 15-20 Minuten dauert ein EMS-Training und sollte 1-2x/Woche durchgeführt werden. Und ja, auch bereits 1x/Woche bringt bei Regelmäßigkeit Erfolge. Wie das möglich ist? In einem herkömmlichen Fitnessstudio benötigt man für ein Ganzkörpertraining in etwa 10-15 Trainingsmaschinen. Die Maschinen müssen gewechselt werden, Einstellungen vorgenommen werden, Pausen zwischen den Sätzen gemacht werden und das im Schnitt in ca. 1-2Minuten pro Übung. So gesehen bekommt jede Muskelgruppe max. 2 Minuten Training und das bei einer Trainingsgesamtdauert von 45-60 Minuten. Jede Muskelgruppe im Fitnessstudio muss einzeln trainiert werden. Bei EMS hingegen werden alle Skelettmuskeln im Körper (zumindest Kopf abwärts) gleichzeitig stimuliert und somit trainiert. Wie oben bereits erwähnt auch die Tiefenmuskulatur, welche mit herkömmlichem Training nur schwer erreicht wird. Bei EMS-Training bekommt jeder Muskel ganze 10 Minuten Input und wird somit insgesamt ganze 10 Minuten angeregt.

 

Ein weiterer Punkt ist die geringe Belastung der Gelenke. Bei konventionellem Krafttraining und auch bei anderen Trainingsarten kann es durch die Verwendung von Gewichten zu Belastungen der Gelenke führen. EMS-Training kommt ohne Gewichte aus, da der Reiz von außen genügt und auch reguliert werden kann. Somit kann man durch einen höheren Reiz auch seine Leistung von Training zu Training variieren und steigern. Bei konventionellem Training geht das nur durch Erhöhung der Gewichte. Bei EMS-Training werden somit die Gelenke und der allgemeine Stützapparat mehr geschont, da nur das eigene Körpergewicht getragen und bewegt werden muss. Das ist ein Grund, warum Reizstrom gerne nach Operationen eingesetzt wird.

 

 

 

Das sind die Haupteffekte von EMS-Training im Vergleich zu konventionellem Training. Es gibt aber auch noch nette Nebeneffekte:

 

  • bessere Durchblutung: so wird nach EMS-Training nicht nur die Muskulatur besser durchblutet, sondern auch die Haut und das darunterliegende Bindegewebe. Reizstrom funktioniert, indem man Wasser als Leiter hinzufügt. Nein, das ist richtig eingesetzt, wie bereits erwähnt, in keinster Weise gefährlich.
    Unser Körper besteht zu 60-75% aus Wasser. Durch den Reizstrom wird Bewegung in die Wassermoleküle gebracht, dadurch wird die Durchblutung von Gewebe gefördert. Dies kann nicht nur das Hautbild im Allgemeinen verbessern, auch bei Cellulite kann es zu guten Erfolgen führen!
  • Stoffwechsel: Dadurch, dass das Wasser im Körper durch elektrische Impulse bewegt wird, kommt es auch zu einer besseren Zufuhr an Nährstoffen und der Abtransport von Stoffwechselprodukten wird ebenfalls verschnellert. Gute Erfolge können deshalb bei Lymphproblemen, Hämatomen und auch Lipödemen verzeichnet werden.

 

 

EMS-Training kann also als ganzheitliches Trainingskonzept angesehen werden, oder als Ergänzung zu einem Trainingsplan genutzt werden. Einem kostenlosen Probetraining sollte damit nichts im Wege stehen. Das empfehle ich jedem, der überlegt ob EMS-Training für sie/ihn das Richtige ist, aber auch Skeptikern, um ihnen insbesondere die Angst vor elektrischen Impulsen zu nehmen.

 

 

 Hier noch ein paar Studien:

http://kwikf.it/ueber-ems-training/studien/studie-1/

http://kwikf.it/ueber-ems-training/studien/studie-2/

http://kwikf.it/ueber-ems-training/studien/studie-4/

http://kwikf.it/ueber-ems-training/studien/studie-8/

 

 

 

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