Wie finde ich meine Motivation „durchzuhalten“?

Wie überall gibt es auch hier unterschiedliche Gründe, warum ein Mensch mit einer Ernährungsumstellung oder mit mehr Bewegung beginnen möchte. Hauptgrund ist nach wie vor, dass man sich einen besseren, schöneren oder geformteren Körper wünscht. Manche haben aber auch ihre Gesundheit im Fokus oder müssen aufgrund von gesundheitlichen Umständen sogar eine solche Umstellung anstreben. Egal welche Motivation dahintersteckt, sobald man sich dafür entscheidet seine Ernährung positiv zu verändern und seinen Bewegungsumfang zu steigern und damit auch anfängt, wird man die positiven Auswirkungen spüren.


Das allein ist aber meist „leider“ zu wenig, um es wirklich dauerhaft durchzuziehen. Bei vielen hängen noch ganz andere Dinge damit zusammen. Ein großes Thema ist dabei das Gefühl der Machtlosigkeit, das Gefühl machtlos gegenüber seinen Umständen und seiner Lebenssituation zu sein und damit verbundenes Selbstmitleid. Zuviel Arbeit, unglücklich in der Arbeit, Stress zuhause, Stress mit Arbeit und Kindern. Stress im Allgemeinen! Und auch wenn ich immer sehr kritisch dem Thema und besonders dem Wort gegenüber gestanden bin – wichtig in diesem Hinblick ist tatsächlich das Mindset. Eine der wichtigsten Dinge um Sachen zu bewältigen ist, wie ich zu den Dingen persönlich stehe -> also mein eigenes Mindset. Wenn ich schon immer, bevor eine Situation eintritt, negativ drüber denke, Probleme suche, Gefahren suche, Misserfolge im Vorhinein festlege, umso negativer wird diese Situation dann auch sein. Und umso mehr wird diese „negative“ Situation dann in den Fokus geraten. Damit verbunden sind dann schlechte Gefühle. Und was macht man mit schlechten Gefühlen? Man versucht sie zu kompensieren. Man kompensiert sie indem man sich etwas „gönnt“. Bei den meisten ist dieses Gönnen jedoch etwas, was dem Körper im Grunde nicht guttut. Entweder Essen, bevorzugt Fast Food, Zucker etc. oder andere schlechte Gewohnheiten wie Rauchen, Trinken usw. Das Paradoxe daran ist aber, dass man sich damit doppelt etwas Schlechtes tut und keiner kann mir erzählen, dass er sich danach soviel besser gefühlt hat. Denn meistens kommt dann ein schlechtes Gewissen auch noch hinzu = doppelt schlechte Gefühle – die von der negativen Situation davor und die der versuchten Kompensation danach. Warum tut man sich das also an? Meistens aus Gewohnheit, Bequemlichkeit, aus zu wenig Selbstreflektion und auch aus zu wenig Alternativen.

 

 

 

 

„Wer will findet Wege, wer nicht will findet Ausreden.“

 

 

 

Mittlerweile kennt jeder diesen Satz, er entspricht aber zu 100% der Wahrheit.

 

 

 

 

Ich bin ja froh, dass ich bei den meisten Sachen von eigener Erfahrung sprechen kann. Im Nachhinein kann man das sagen. Ausreden, Fluchtverhalten, passiv-Bleiben, sind eben die für den Menschen einfachsten Wege. Und auch jetzt noch, bin ich selbst nicht immer top motiviert und hab oft zuerst mal keine Lust auf Training. Aber ich zieh es durch, weil ich weiß wieviel es mir bringt, dass es mir Gut tut und dass ich mich danach auch wesentlich besser fühle. Mittlerweile hat mein Körper auch einfach einen Drang zur Bewegung entwickelt. Er fordert es ein und es tut meinem Körper und somit auch meinem Wohlbefinden gut. Es ist zur Routine geworden und Routine ist es, wo jeder hin sollte. Das sollte das Ziel sein, denn wenn etwas einmal zur Routine geworden ist, ist es der einfachste Weg um langfristig dabei zu bleiben und weiterzumachen.

 

 

Und selbst, wenn es mal wieder einen Rückschlag gibt, ist der größte Fehler den man machen kann zu sagen: „Ach, jetzt hab ichs verkackt, jetzt kann ichs gleich lassen“. Ganz im Gegenteil, denn was man damit machen muss ist daraus zu lernen! Also die Situation hernehmen, darüber nachdenken wie es dazu gekommen ist, herauszufiltern was die Probleme waren, warum es entstanden ist und so bestmöglich zu vermeiden, dass es genau zu so einer Situation wieder kommt. Genau aus so einer Situation kann man, wenn man richtig damit umgeht, umso stärker, bewusster und fokussierter herausgehen.

 

Scheitern und Fehler gehören zum Leben und das ist auch gut so. Aus ihnen lernt man und wächst man. Paradebeispiel dafür ist vermutlich das kleine Kind, welches gerade anfängt zu gehen. Kein Kind würde nach dem ersten Mal hinfallen aufhören sich immer und immer wieder aufzurichten!

 

 

 

 

Zusammengefasst hat jeder sein individuelles Leben und individuelle Dinge mit denen er im Leben umzugehen hat. Die wirkliche Unterscheidung ist aber, wie bin ich dem gegenüber eingestellt. Negative Denkweisen fördern negatives Verhalten und beeinflussen mit dementsprechend negativ. Positives Denken hingegen kann mein Verhalten sehr positiv beeinflussen. Wichtig ist immer zu reflektieren und seine Umwelt nicht einfach auf einen einprasseln lassen, denn man hat immer die Möglichkeit aktiv etwas zu ändern.
Weder gesundes Essen, noch Bewegung sind unmögliche Dinge, wenn man sich zeitlich im Alltag gestresst fühlt. Gesundes Essen ist nicht aufwendiger als ungesunde Mahlzeiten und jeder hat 10 Minuten am Tag, an denen er sich bewusst und effektiv bewegen kann (für den Anfang). Findet man jedoch immer wieder Ausreden und befindet sich in dieser Machtlosigkeit seiner Lebenssituation gegenüber, wird es irrsinnig schwierig Gewohnheiten zu ändern. Aller Anfang ist also das Bewusstwerden seiner Situation und seinem Denken und sich klar zu werden, dass man immer selbst Herr (Frau) seiner eigenen Situation ist!

 

!„Durchhalten“ ist also nur anfangs nötig, sobald es zur Routine wird, wird es das Leichteste einfach weiterzumachen!

 

 

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